nach 3 ziemlich entspannten tagen in kasane mit extrem abwechslungsreichen eindrücken an wasser, land und luft hat uns die piste wieder.
ja, mal wieder ein ganzer tag im auto, aber so ist es nun mal, wenn man durch afrika reist. da wir uns alle 4 mit dem fahren abwechseln können, ist es aber im großen und ganzen doch entspannt.
das nächste ziel ist ein absolutes highlight für uns in vielerlei hinsicht.
das okavango delta. an keinen ort haben wir so große erwartungen geknüpft wie an diesen. wir haben nämlich zu einem doch nicht ganz so kleinen preis eine 3tägige luxus fly-in-safari im "pompom camp" mitten im delta gebucht, was im vorfeld einen waren emailkrieg bedeutete und wir nicht über einen agency buchen wollten.
all unsere afrika safari fantasien sollten hier wirklichkeit werden. aber beinahe wäre es gar nicht dazu gekommen.
wie das? ganz einfach. kommunikation mit afrikanern ist scheinbar alles andere als eindeutig. versteht ihr nicht? also von anfang an:
ina hatte den safari part übernommen und nach gefühlten hundert mails auch endlich einen preis erfragt, der für die GESAMTE safari gelten sollte. kaum in maun angekommen, so etwa 30 min bevor die agency schliessen sollte, bekamen wir aber eine deutlichst höhere rechnung präsentiert, um genau zu sein fast doppelt so hoch. denn das früchtchen mit dem ina die ganze zeit emailkontakt hatte, hat nicht dazugeschrieben, dass der preis ein tagespreis und nicht ein packagepreis war. und bis kurz vor anreise, war keine gesamtrechnung eingetroffen, so daß wir hätten einschreiten können.
mit 3 wütenden und kurz vor explosion stehenden mitreisenden (@björn, ich war die ruhe selbst...wie sonst auch immer) im rücken versuchten wir nun zusammen mit der chefin des ladens eine lösung zu finden, denn ganz klar war, dass wir nicht bereit waren diesen horrenden preis zu zahlen und aus einem teuren ein sauteures vergnügen zu machen. das war der chefin wohl auch klar und da die chancen auch relativ gering standen, daß sie noch jemand anderen für die zimmer finden sollten so kurz vor schluss, haben sie uns eine lösung anbieten müssen.
wir wurden kurzerhand auf ein familytent mit 2 schlafzimmern und gemeinsamen bad umgebucht. zum somit halben regulären preis und somit war das ganze mißverständnis für uns ein glücksgriff, denn was uns erwartete, hat unsere erwartungen zu höchst übertroffen.
bereits der flug am nächsten morgen war ein abenteuer. mit einem 7 personen max. maschinchen wurden wir 4 als einzige passagiere von hugo, unserem piloten, willkommen geheißen.
kaum hinterem steuer hat er gleich mal ein bierchen gekipp ... hmmmm ...
sehr vertrauenserweckend. aber wir haben angenommen, dass er das fürs ruhige händchen brauchte.
nach 25 min flug übers delta mit den einzigartigen sumpflandschaften kamen wir auf der hauseigenen landepiste des pompom camps an, um von 2 fröhlichen guides:
partner und dicks, begrüßt zu werden.
bereits der weg zum camp war ne kleine safari und mit allem gespickt, was das delta so ausmacht.
wasserdurchquerungen, bambusbrücken, die extrem knarzten und ganz viel bushmassage, der wohlklingende name für das auf und ab hoppeln über die buckeligen sandpisten.
nach einer einweisung ins camp (nehmt soviel getränke wie ihr wollt... hier sind eure wasserflaschen für die tour und der auffüllspender... hier gibts gefühlte 5 mal am tag essen.......aha so fühlt man sich als all inclusive tourist...) und der anweisung im dunkeln niemals, aber auch wirklich niemals, allein die 20 meter zum zelt zurückzulegen, wegen den ganzen wilden tieren, die einen auffressen wollen (das camp ist nicht umzäunt) konnten wir endlich mal afrikanischen luxus mitten in der wildnis erleben und das war wirklich sehr GREAHHT....:)
am schönsten aber war das flußpferdgegrunze direkt vor dem zelt, der elefant direkt am wegrand, die fledermäuse im baum vor dem zelt oder der schreiseeadler, der über der lagune kreiste...
mit anderen worten dieses prachtstück von unberührter natur um uns rum und dem gefühl, dass wir menschen es doch noch nicht geschafft haben, alles zu zerstören...
nach reichlich sehr lecker essen, begann unsere erste safari mit den guides. partner war der erfahrene und spassvogel unter den guides.
ein hamburger pärchen, das mit uns im auto war, erzählte, dass der chef des camps ihnen am vortag eine 100 % garantie auf leoparden sichtungen gegeben hat. da meinte partner nur, sein chef wäre der größte lügner auf erden und er hat seinen letzten leoparden vor 3 jahren gesehen.
wir waren wirklich ziemlich enttäuscht... dieser lügner (fazit: "traue nie einem guide", oder auch die touris glauben auch noch dran dass die störche die babys bringen) ....
gleich an unserem ersten tag machten wir nämlich nichts anderes als leopardenspuren zu verfolgen, bis wir auf eine wunderschöne leopardin trafen.
das gefühl, dieses majestätische tier plötzlich im baum sitzen zu sehen, ist wirklich unbeschreiblich. es war der beeindruckendste moment, zumindest bis dahin.
nach lecker abendessen, gab es dann bischen bush television (wir nennen es lagerfeuer) und danach an der matratze horchen bei wildtierklängen, denn wie immer begann unser morgen früh.
nach frühstück um 7.30 wurden wir in 2er pärchen in ein mokoro gepfercht, ein einbaumboot, und durch die schilfgräser des okavangodelta geschippert. die spannendsten tiere hier waren zwar die süßen kleinen frösche, aber genossen haben wir den anblick trotzdem sehr.
als die morgen game tour zurückkam, waren wir trotzdem ein bischen neidisch, da eine andere reisegruppe ein ausgewachsenes löwenmännchen und einen leoparden zu sehen bekommen hatte.
aber partner tat sein möglichstes uns den löwen am nachmittag wiederzufinden, was ihm auch gelang. leider war der ziemlich unbeeindruckt von uns und außer ein kurzes aufblicken, wollte der sich einfach nicht bewegen.
auf dem heimweg, hatten wir dann auch noch einen platten und mußten dann im dunkeln mitten in der wildnis auf den ersatzreifen aus dem camp warten.
aber auch das überlebten wir ohne zerfleischt zu werden. so gesehen fanden wir es dann mega lächerlich im camp wieder mit guide die paar meter zu unserem zelt zurückgeführt zu werden wie kleine unartige kinder.
auch die letzte safaritour am nächsten morgen, nach dem frühstück um 7 uhr, war wie das essen...exquisit ...




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