Mittwoch, 3. August 2011

- tag 3, namib-wüste -

nun ja, 5.45 uhr haben wir natürlich nicht geschafft, aber kurz nach 6 uhr startete im dunkeln unser tag mit der fahrt zu den vleis. bei erlaubten 80 km/h wären wir aber nicht rechtzeitig angekommen, aber dank unseres fahrers björn, der z.t. mit 140 km/h über die wenigstens geteerte strasse bretterte, hatten wir gute hoffnung…

...bis ja bis ein südafrikanischer polo vor uns auftauchte, der mitten auf der fahrbahn fuhr und uns einfach nicht vorbeilassen wollte. selbst auf penetrantes auffahren, lichthupe und hupe war kein vorbeikommen zu erzielen. nachdem wir ca. 15 min hinter her dackelten und alle schon mordgedanken hegten, kam hinter uns ein anderer wagen und drängte sich ohne weiteres unter zuhilfe nahme des „standstreifens“ an diesem polo vorbei, erhielt daraufhin eine wütende lichthupe dieses verrückten, aber wies uns somit den weg. wir also auf dieselbe art hinterher und sahen im vorbeifahren eine wollmützen tragende ökotante, die nach ankunft an der ersten düne erstmal ihr beduinendress anzog und unschuldige touristen dazu nötigte sie damit abzulichten. aber immerhin schafften wir es zu sonnenaufgang und er war wirklich wunderschön.




























nach kurzem frühstück inmitten der dünen begaben wir uns auf den weg zum sossusvlei der bekanntesten salz-lehm-pfanne. hier haben wir wieder einmal gezeigt bekommen, dass egal wie extrem die gegebenheiten eines lebensraums sind, es gibt immer noch lebewesen die hier angepasst überleben und leben können.


 


















danach gegen nachmittag zum durch abgestorbene bäume gekennzeichneten deadvlei, der absolut phänomenal und unser highlight des tages war.


















und zum beweis!!
wir waren wirklich da...





- tag 2, erste große etappe -

der nächste morgen war trotz kälte wunderschön. der strahlendblaue himmel, der erste blick über einen von vögeln bevölkerten see. das frühstück unter dieser kulisse, wir waren einfach nur glücklich.

















es konnte weiter gehen zur ersten großen etappe nach sesriem. der nationalpark mit seinen roten dünen mitten in der namibwüste ist wahrscheinlich das größte wahrzeichen namibias. die route dorthin bot schon alles, was wir von namibias strassen erwartet hatten: schotterpisten, viel staub, flußläufe, die durchfahren werden mußten und vor allem grandiose ausblicke auf die weite afrikas und hier und da erste tiersichtungen.










 

noch am selben abend wollten wir die erste düne der namibwüste erklimmen. die elimdüne, keine 5 km von unserem campsite entfernt, haben wir erst suchen müssen, und zwar vermuteten wir sie hinter dem roten berg…der sich wenig später natürlich als düne entpuppte. die elimdüne ist bewachsen und bietet einen tollen ausblick über die umgebenden berge und die steppe.



































nach einem grillmahl, der hier braai genannt wird an unserer eigenen grillstelle am campingplatz und einer unerwarteten skorpionsichtung auf dem weg zum klo, verbrachten wir die 2te nacht schon weit weniger fröstelnd in unserem dachzelt.





















sie war allerdings recht kurz, wollten wir doch zum sonnenaufgang bei den 65 km entfernten dünen von sossusvlei sein, was bedeutete parkeinlass um 5.45 uhr, aufstehen 5 uhr. das ist urlaub,oder?

- tag 1, aber nun erstmal von anfang an -

south african airways haben uns über zwischenstopp johannisburg sicher nach windhoek, namibia gebracht. diese airline glänzte weder durch zuvorkommendes personal noch durch besonders leckeres essen. vielleicht lags aber auch daran, daß björn es sich mit unserem eindeutig den männern zugeneigten stewards (klischee, klischee aber doch immer wieder bestätigt) verscherzt hatte, als er mitten im flug sein iphone anschaltete, zwar im flugmodus, was den steward aber nicht interessierte und er björn für den möglichen absturz der maschine eine ordentliche standpauke hielt. danach waren wir definitiv persona non grata für ihn und immer bei uns war das essen nicht mehr wählbar. bei patrick und sabine zwar auch nicht, aber komischerweise haben sie immer das andere menu der karte bekommen, muß keiner verstehen diese logik…
wie auch immer, das beste an dem flug war die tatsache, daß wir über nacht flogen und bei nur 1 stunde zeitverschiebung ganz ohne jetlag in windhoek ankamen.
dort begrüßte uns salomon, der chauffeur unserer autovermietung samt fahrzeug. nach kurzer begrüßung verfrachtete er unser gepäck in seinem kofferraum und fuhr uns gefühlte 500 m weiter zum eingang der autovermietung…danke adac für diesen flughafentransfer, ihr laßt euch echt nicht lumpen.
die mit 2-3 stunden angekündigte wagenübergabe sollte sich fast ganze 4  stunden hinziehen. unglaublich, wieviel zeit für die paar formalitäten hier nötig ist. die autoeinweisung war dann auch noch mal ein act, da zwar alles am wagen vorher geprüft wurde, aber bei kurzer testung irgendwie doch nicht so funktionierte. z.b. der reifen, der luftdruck verlor, sobald die kappe ab war und der dann „kurz“ ausgetauscht wurde. dann mußten wir natürlich auch die dachzelte, unsere hauptsächliche unterkunft die nächsten wochen auf- und wieder abbauen, den kompressor und den tödlichen high-checker, für die fälle testen, wenn wir doch mal irgendwo im sand oder schlamm stranden sollten, was uns erfahrenen 4x4-experten nie passieren würde…































aber dann, dann sollte es endlich losgehen unser abenteuer…und zwar zum nächsten spar-supermarkt…klar vorräte für die selbstverpflegung brauchten wir auch noch…aber dann, dann waren wir nicht mehr zu halten…völlig losgelöst von allen regeln gings raus in die freiheit…raus auf die straßen, wie man sie hier noch nennen konnte, raus auf den vorherrschenden linksverkehr…

unser erster halt war der campingplatz am lake oanob, rehoboth, der ca. 90 km südlich von windhoek lag. den hatten wir bereits ausgesucht mit der befürchtung, die autoprozedur wird so langwierig und unter allen umständen wollten wir es vermeiden in der dunkelheit zu fahren, hat fast geklappt…naja die mädels haben evtl. im supermarkt ein wenig zu viel zeit verbracht.

die erste nacht war vor allem eins, eiskalt. ja es ist winter in namibia und wir waren mental darauf gefasst, aber trotz skiunterwäsche, schlafsack und wolldecke zu frieren, war doch irgendwie unerwartet…warum haben wir eigentlich kurze hosen mitgenommen…sommer wird wohl überbewertet…