Freitag, 12. August 2011

- tag 11, eine stunde geklaut -

bis zum nächsten nationalpark chobe waren es nun ganze 1000 km. das wollten wir uns im urlaub nicht an einem tag zumuten und haben einen stop im ngepi camp im caprivi streifen eingelegt. das waren aber immerhin auch ganze 600 km. den tag verbrachten wir also überwiegend auf der straße – da war wieder gutes sitzfleisch gefragt. das geht natürlich erstmal nur mit einem frühstück. dieses haben wir nach ca. 150km in tsumeb eingeplant. im urlaubsrausch und ohne gefühl für raum und zeit vergaßen wir, dass es die namibischen cafes nicht nötig haben an einem sonntag zu öffnen. mit viel glück und einem zufälligen wendemanöver fanden wir aber doch das einzige cafe, dass in tsumeb geöffnet hatte und konnten uns für die weitere fahrt stärken ...



















(sorry wenn die fotos hier etwas verwackelt sind.
während der fahrt und aus der hand...kommt nicht wieder vor)

... nach 6 stunden angenehmer fahrt (gott sei dank war alles geteert) erreichten wir gegen 16 uhr die einfahrt des camps. geschafft für heute…dachten wir…

aber da wussten wir noch nicht, dass es noch 4 km bis zum camp waren. diese 4 km stellten sich als der schwierigste teil des tages dar. 4 km voller sand und schlaglöcher, die feldwege in deutschland sind dagegen die reinste autobahn. wir haben den adw dann doch endlich erreicht und konnten den beeindruckenden campingplatz am ufer des chobe rivers beziehen. es soll hier sogar flußpferde und krokodile geben, erzählt man sich.
erstmal erwartete uns aber eine überraschung…das camp liegt im caprivi-zipfel und somit in nächster nähe zu botswana, was bedeutet,  dass uns gleich mal eine stunde geklaut  wurde und es somit kurz vor 6 war.
na ja zelt schnell aufgebaut (wo waren da eigentlich wieder die frauen , björn?) und den rest des abends das wirklich sehr gemütlich und chillige camp genossen.
ina kam sogar mal in den genuss und konnte ihre mitreisenden zu einer runde uno überreden… 

GUTE NACHT !!!

- tag 10, man nannte ihn schamane -

das letzte camp des etosha np, das wir besuchten war namutoni am östlichsten punkt. laut reiseführer zwar das grünste aber auch das mit den wenigsten tiersichtungen. nachträglich können wir das so nicht bestätigen, hatten wir doch einen absoluten highlight auf dieser strecke, den unser schamane björn sogar vorausgesagt hatte. massah!!!


doch zuerst führte uns der weg zum camp über die etosha pfanne: eine 5000 qkm große salzlehmpfanne, der der etosha np seinen namen verdankt (übersetzt „großer weißer platz des trockenen wassers“). nur wenige tage im jahr steht hier überhaupt wasser, aber da es dieses jahr in namibia so viel geregnet hat wie seit 120 jahren nicht, bekamen wir dieses seltene bild sogar in der trockenzeit noch zu gesicht. und sahen unsere ersten flamongos, wow…ganze drei stück, mensch ina!!!, die hier nach salzkrebschen fischten. allein die weite und die skurrilität der landschaft waren die reise wert. 






























danach besuchten wir einige wasserlöcher mit mehr oder minder regem tierbetrieb oder wurden am straßenrand mal wieder von elefantenfamilien aufgehalten. die tage hier vergehen wie im flug indem man sich durch den park treiben läßt, tiere beobachtet und versucht diese zu identifizieren. 
































































am letzten wasserloch vor dem camp, waren wir also am überlegen, ob wir überhaupt nochmal dahin abbiegen sollten, aber masahh sei dank haben wirs, denn da nun endlich sahen wir sie…die könige afrikas…die unumstrittenen herrscher der savanne…wir stießen geradewegs auf eine gruppe von löwinnen mit ihren jungen, die eine giraffe gerissen hatten und diese nun friedlich in der nachmittagssonne abknabberten. 
was für ein schauspiel.

EINFACH NUR GRÄHT !!!























wir waren natürlich nicht die einzigen touris die dieses spektakel sahen, so dass das gerangel um die beste fotoposition dem der löwen um das beste stück fleisch in nichts nachstand.








































aber trotzdem wir waren happy und selig fuhren wir ins camp...











... um den letzten abend an der braai-stelle bei einer guten boerewors (so ähnlich wie merguez) ausklingen zu lassen. 

danke vielmals etosha für 3 wundervolle erlebnisreiche tage!!!!