der dritte tag in kasane brach an und heute standen die
größten?
breitesten?
höchsten?
nassesten?....zumindest...
spektakulärsten wasserfälle afrikas, die victoria falls auf unserem plan.
da wir um dahin zu kommen kurzzeitig botswana verlassen mußten und in das politisch instabile zimbabwe einreisen mußten, entschieden wir uns, diese tour nicht mit unserem mietwagen, sondern mit einem guide/kleinbusfahrer zu machen, was rückblickend betrachtet auf jeden fall ein segen und die stressfreiere variante war.
warum?
tja, um zu den fällen zu kommen bedarf es eines wahren einreise/ausreise-marathons, der ohne kundige hand sicher um einiges stressiger geworden wäre.
aber mal von anfang an:
pünktlich um 8.30 holte uns stan in old house ab, berichtete, daß es zur zimbawischen grenze nur 10 min sei (was wir ja schon wußten, da wir ja bei unserer suche nach kasane beinah aus versehen wieder ausgereist wären!) und zu den falls dann nochmal ne stunde fahrtzeit.
hörte sich sehr gut an für uns und so füllten wir voller vorfreude mal wieder diese bescheuerten ein/ausreiseformulare aus, eins für botswana und eins für zimbawe. den botswana zollpunkt hatten wir dann auch in 10 min hinter uns gebracht, um dann auf zimbaweseite auf eine schlange von vielleicht 20-30 personen zu stossen.
stans kommentar dazu war ganz lapidar: oh oh one hour.
hähh wegen den paar leutchen? aber stan sollte nicht recht behalten, denn wir warteten 1,5 hours, unfassbar.
jetzt ist dieses land wirtschaftlich am boden. der zimbawedollar nach hyperinflation nix mehr wert (letzter gewerteter kurs war so etwa 1 us$=1trilliarde zimb.$) und haben ein touristisches highlight, das jährlich millionen anlockt und dann setzen sie 2 hanseln dahin die visa handschriftlich in einer seelenruhe ausstellen für die man auch noch 25 euro blechen darf.
wie gesagt, unfassbar.
aber auch das überstanden wir und kamen mit leichter verspätung in victoria falls (so heißt auch der ort) an. björn und ina hatten sich dazu entschlossen, trotz des wucherpreises von 125 us$ pp einen helicopterflug über die wasserfälle zu machen und konnten dann einen der wenigen verbliebenen plätze um die mittagszeit ergattern.
und auch wenn es nur genau 13 min gedauert hat, wollen wir es nicht missen, denn über tosende wasser zu fliegen war ein einmaliges erlebnis.
bevor wir zu den fällen direkt sind, hatten wir noch die möglichkeit sie von weitem von der legendären bungeebrücke aus zu bestaunen...
natürlich erst nach den ganzen ein/ausreisemaßnahmen, denn die brücke ist die grenze zu zambia...
genau in der mitte überschritten wir sie und schafften es somit an einem tag 3 afrikanische länder zu betreten.
nach einem kurzen mittagessen auf der terrasse des kolonialen vic falls hotels starteten wir zu den wasserfällen, um uns über die vielen menschen mit ihren regencapes zu wundern...
ich glaube mich zu erinnern, daß der eine oder andere von uns wörter wie "weicheier" oder "peinlich" gebrauchte. wo doch der sprühnebel nur ein bischen auf uns herabnieselte. na ja, spätestens am ende des weges hatten wir uns alle so ein blödes cape gewünscht, denn wir wurden patschnass.
ein glück bescherte uns der afrikanische winter auch am nachmittag weit über 28 grad und strahlenden sonnenschein, so dass wir am schluss auch wieder trocken wurden.
stan unser fahrer hatte sich trotzdem bei „frösteligen“ 26 grad am abend ein schickes wollmützchen angezogen. was macht der denn in deutschland im winter? sich wahrscheinlich zu tode frieren und sich über die leute in den städten wundern, die keine hühner in ihrer wohnung halten, denn nach denen hat er uns doch allen ernstes gefragt.
im dunkeln kamen wir dann happy, nach nur 2 weiteren grenzübertritten, diesmal ohne lange wartezeit, wieder in kasane an.
vielen vielen dank auch für diese erlebnis ... wieder einer mehr dieser unvergesslichen orte !!!
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