Donnerstag, 11. August 2011

- tag 8, sind wir etwa auf dem cotopaxi ??? -

nachdem wir einblick in die traditionelle lebensweise der himba bekommen hatten, waren nur endlich die tiere dran. zwar haben wir auf unserer gesamten reise ständig in der nähe der strassen oder direkt drauf tiersichtungen von springbocks, oryx, giraffs gehabt, aber im etosha nationalpark sollte das ganze nochmal eine andere dimension bekommen. ihr könnt euch diese dichte an wildlife echt nicht vorstellen, riesige herden von zebras, gnus, antilopen aller art, giraffen und natürlich auch elefanten sollten wir bereits auf den ersten paar metern durch den nationalpark erleben, und zwar zum greifen nah und ganz ohne zaun. haben uns sofort in die baby-elefanten verliebt, die im schutz der familie am ersten wasserloch badeten.














unser erstes camp war okaukuejo, der südlichste punkt etoshas. mit bissl mehr geld kann man hier direkt vom balkon seines bush chalets die tiere am campeigenen waterhole beobachten. für das gemeine fußvolk waren aber auch bänke am wasserloch aufgestellt. in der abendsonne beobachteten wir also elefanten und giraffen beim trinken und baden, wobei v.a. die giraffen gefühlte stunden brauchen um das mal gebacken zu bekommen, sie sind extrem schreckhaft, werden sie doch hier von löwen beim trinken gerissen. ist uns leider nicht wahrhaftig zu gesicht gekommen.

















der abend sollte mit einem night game drive (game steht hier für wild, war früher aber der begiff für jagdwild jeder art), der uns von 2 schweizern in swakopmund sehr ans herz gelegt wurde, hatten sie doch löwen gesehen. rückblickend würde ich mal behaupten, die 2 hatten was gegen uns oder waren generell sadistisch: bereits beim treffpunkt um 19 uhr- hier schon gefühlt mitten in der nacht, geht doch die sonne um 17:30 uhr unter-klärte uns unser driver/guide auf, dass dies ein night nature drive sei ohne wildlife garantie und dass es a bikkie kalt werden sollte (insider für alle hummeldumm-kenner). man hat der untertrieben! nicht nur, dass wir außer ein paar springbocks und einer tüpfelhyäne überhaupt nix gesehen haben, sondern die 3 stündige fahrt artete zu einer survivalübung erster güte aus. es war so unvorstellbar kalt in dem offenen geländewagen, dass wir hinterher als eisklotze trotz voller montur ankamen. und das beste daran, wir haben jeder 60 euro dafür bezahlt endlich mal so richtig schön zu frieren. am campingplatz zurück lief uns eine aufgeregte touristin entgegen, die ein löwenmännchen am wasserloch erspäht hatte. scheiß nightdrive…der war grad am abziehen  als wir kamen, dafür kam ein rhino zum baden und entschädigte uns zumindest ein bisschen.











die nacht war trotzdem der reinste horror und so durchgefroren wie wir waren und dank der kältesten nacht überhaupt seit ankunft in namibia, lagen wir alle 4 zitternd in unseren zelten und froren uns durch die nacht, …da kamen erinnerung an unseren versuch den 5000er, namens cotopaxi, in ecuador zu besteigen….man nennt es auch grenzerfahrung…but what the f***, wir sind doch in afrika…, um uns dann am nächsten morgen gegenseitig bei einer heißen tasse tee  zu bemitleiden.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen